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E-Learning
HR Software  |  10 Min.

E-Learning: Die Zukunft des Lernens ist digital

Sonja Dietz

e-learning Junge Mitarbeiter bei der Weiterbildung

Lebenslanges Lernen ist für uns alle nicht mehr nur Kür, sondern Pflicht im Berufsleben. Denn berufliches Know-how veraltet immer schneller. Mittels E-Learning können Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen, effizient und konsequent zu lernen. Das heißt aber nicht, dass klassische Weiterbildungsangebote damit zwingend vom Tisch sind. E-Learning ergänzt diese aber optimal.

 

 

Was ist E-Learning?

Unter die Bezeichnung E-Learning fallen alle Lernformen, bei denen elektronische oder digitale Medien zur Unterstützung von Lernprozessen eingesetzt werden. E-Learning kann optimal in der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt werden. Entweder als Stand-Alone-Lösung oder als Ergänzung von etablierten Lernangeboten.

E-Learning vereint viele Vorteile auf sich:

  • Es kann zeit- und ortsunabhängig erfolgen
  • Multimedialität: Es können verschiedene Medien eingebunden werden, die unterschiedliche Lernvorlieben bedienen
  • Multimodalität: E-Learning Inhalte kombinieren Ton, Bild und interaktive Elemente miteinander. Auf diese Weise werden verschiedene Sinne angesprochen. So lassen sich neue Inhalte leichter im Gedächtnis verankern.
  • Mittels einfach anwendbaren Content-Creation-Tools lassen sich auch eigene Lerninhalte kreieren. So kann unternehmensinternes Wissen im Betrieb sehr leicht weitergegeben werden.

 

 

Welche Formen des E-Learning gibt es?

Die digitale Lernlandschaft befindet sich in permanentem Wandel. Am häufigsten kommen diese digitalen Lernmethoden zum Einsatz:

  • Online-Seminar: Bei einem Online-Seminar müssen Sie sich nicht nach einem festen Zeitplan richten, stattdessen wählen Sie selbst, wann und wie lange Sie sich mit den Kursinhalten beschäftigen wollen. Die Inhalte sind im Internet hinterlegt, sodass Sie selbst entscheiden, wann Sie die Materialien durcharbeiten. Sie bestimmen flexibel und unabhängig Ihr Lerntempo. Dadurch kann ein E-Learning-Angebot leicht in den Alltag eingebunden werden.
  • Screencasts: Ein Screencast ist eine Videoaufnahme von Bildschirmaktivitäten. Ein solches Lernvideo ist ideal, wenn Sie etwa eine Computerfunktion oder ein Softwareprogramm erklären wollen.
  • Videointerviews: Statt Fachinformationen aus zweiter Hand zu präsentieren, können Sie sich Experten auch direkt im Interview ansehen.
  • Podcasts: Ein Podcast ist eine Serie von abonnierbaren Audiodateien über das Internet.
  • Interaktives webbasiertes Lernen: Web Based Trainings (WBT) sind Lernprogramme via Internet, sie bieten neben der Abarbeitung von Aufgaben die Möglichkeit, in einer Community zu lernen – unter Anleitung eines Experten.
  • Computerbasierte Trainings: Computerbasierte Trainings sind Weiterbildungsprogramme, die lokal auf der Festplatte gespeichert werden. Diese erfolgen nicht online und somit entfällt der interaktive Austausch in einer Community.
  • Wikis: Ein Wiki ist eine Art Online-Bibliothek, bestehend aus Beiträgen und Informationen, die von den Nutzern selbst bearbeitet werden können.
  • Lern-Apps: Diese gibt es nicht nur für Kinder und Jugendliche, die Mathe, Deutsch oder Englisch büffeln wollen. Auch Erwachsene kommen zunehmend auf den Geschmack. Sie bieten Lerneinheiten in kleinen Portionen und sind besonders gut für die Überbrückung kleiner Pausen im Arbeitsalltag geeignet.
  • MOOC: Die Abkürzung steht für Massive Open Online Course und bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen auf akademischem Niveau mit einer theoretisch unbegrenzten Teilnehmerzahl. MOOCs finden an festgelegten Terminen über mehrere Wochen statt. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos. Auch Zulassungsvoraussetzungen sind eher selten. Bekannte Experten vermitteln die Inhalte in zehn- bis 30-minütigen Videomitschnitten, die per Stream in einem bestimmten Zeitraum abrufbar sind. Teilweise gibt es auch ergänzende Skripte oder Literaturempfehlungen. Multiple-Choice-Fragen oder Quizzes vertiefen das Wissen der Teilnehmer.
  • Webinar: Ein Webinar ist eine audiovisuelle Online-Sendung. Tausende von Teilnehmern können sich live und on-demand ein Webinar anschauen. Dabei handelt es sich aber meist um einen Vortrag und es gibt wenige bis keine Beteiligungsmöglichkeiten der Teilnehmer.
  • Blended Learning: Beim Blended Learning wird computergestütztes Lernen mit klassischem Präsenz-Unterricht kombiniert.
  • Serious Games und Gamification: Spielen und Lernen schließen sich nicht aus. Lernen darf Spaß machen, auch in der Weiterbildung. Spielerische Komponenten beim Lernen werden deshalb immer beliebter. Manche Weiterbildungen kommen im Look&Feel eines klassischen Computerspiels daher, mit dem Unterschied, dass man sich nicht in einer Fantasiewelt bewegt, sondern Situationen aus der Arbeitswelt simuliert.

 

 

Was sagt die Lernpsychologie zu E-Learning? Gut oder schlecht?

Heute, da Wissen immer schneller veraltet, muss es immer spezifischer und kontinuierlicher vermittelt werden. Aus psychologischer Sicht sind E-Learning-Anwendungen daher durchaus sinnvoll. Da die Tools meist zeit- und ortsunabhängig eingesetzt werden können, kann Wissen immer dann abgerufen werden, wenn es nötig ist. Die Integration des Lernens in den Arbeitsalltag ist auf diese Weise deutlich leichter geworden. Wer merkt, dass er mit seinem aktuellen Wissen an Grenzen stößt, sucht sich mit ein paar Klicks das passende Webinar aus der Wissensdatenbank des Arbeitgebers heraus. Wissen ist direkt verfügbar und Abwesenheiten vom Arbeitsplatz wegen langer Fortbildungsreisen reduzieren sich.

Hinzu kommt: Wissen in kleinen Happen aufzunehmen, kommt unserer Natur mehr entgegen. Denn die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen ist begrenzt. Aus der Lernpsychologie weiß man: Während sich 12 bis 14-Jährige noch durchschnittlich 30 Minuten auf eine Sache konzentrieren können, nimmt diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr ab. Das heißt: Kurze, auf ein Problem zugespitzte Lernangebote, können der Wissensaufnahme zuträglicher sein als Angebote, die sich auf mehrere Tage ausdehnen.

 

 

Blended Learning: Präsenz- und E-Learning-Formate kombinieren

Hinzu kommt die Formenvielfalt der E-Learning-Angebote, die explizit verschiedene Lerntypen anspricht. Es findet sich für jede Lernvorliebe das passende Format. So lässt sich Wissen besser im Gedächtnis verankern, weil die Wissensaufnahme Spaß macht und nicht als mühsam empfunden wird. Also: Daumen hoch für E-Learning. Und wer sich im rein virtuellen Lernumfeld nicht zuhause fühlt, kann problemlos Präsenz- und E-Learning-Formate kombinieren. Stichwort: Blended Learning.

Wissen kann über digitale Plattformen zudem besser geteilt und verbreitet oder zusammen erarbeitet werden – auch über verschiedene Unternehmensstandorte hinweg. Dank der digitalen Vernetzung lassen sich zu einem Seminar zum Beispiel auch mal hochkarätige Experten zuschalten. Hochspezifisches Wissen ist dadurch verfügbarer geworden.

 

 

Einfluss von Weiterbildungsangeboten auf das Recruiting und die Employer Brand

Übrigens: E-Learning-Angebote haben auch einen erheblichen Einfluss auf das Employer Branding eines Arbeitgebers. Arbeitnehmer achten bei der Auswahl ihres Arbeitgebers nämlich ganz genau darauf, ob dieser vielfältige betriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet. Denn natürlich wissen sie um die Bedeutung lebenslangen Lernens.

Bedeutet im Umkehrschluss für das Recruiting: Talente, die in Stellenanzeigen den Hinweise auf das Angebot betrieblicher Weiterbildungen vermissen, überlegen es sich zweimal, sich zu bewerben. Das sollten Arbeitgeber bei der Schaltung und Ausgestaltung von Jobinseraten unbedingt im Hinterkopf behalten. Hier herrscht allerdings noch Nachholbedarf.

 

 

Wie sind Unternehmen in puncto E-Learning aufgestellt?

Laut des HR-Reports 2020 von Hays findet Lernen im Moment mehrheitlich off the Job über den Besuch von Seminaren oder Tagungen statt. E-Learning-Angebote nutzen derzeit nur 35 Prozent der Unternehmen, während neue Lernformate wie Gamification, Virtual und Blended Learning nicht einmal in zehn Prozent der Fälle zum Einsatz kommen.

Entscheidungsträger in Unternehmen gehen aber davon aus, dass Lernen künftig deutlich digitaler wird:  42, beziehungsweise 36 Prozent glauben, dass Webinare und Lernvideos Präsenzseminare zunehmend ablösen. Dafür bedarf es allerdings der richtigen Technik.

 

 

Best Practice: Welche E-Learning-Funktionen haben unsere Anbieter in petto?

HR-Software-Anbieter haben längst E-Learning-Software in ihr Portfolio aufgenommen. Die nachfolgende Übersicht zeigt Ihnen die Angebotspalette unserer Kunden.

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E-Learning mit Infoniqa

Infoniqa ist Spezialist für Software- und Service-Lösungen in allen Bereichen der Personalarbeit. Als einer der wenigen Komplettanbieter am Markt betreut das Unternehmen über 3.000 Kunden mit mehr als 1,5 Millionen Arbeitnehmern. Die E-Learning-Lösung von Infoniqa zielt darauf ab, dass Lernen jedem Mitarbeiter Spaß macht. Arbeitgeber erhalten mit dem Tool die Chance, ihre Bildungsmaßnahmen und Erfolgsüberprüfungen zu automatisieren, zu standardisieren und somit stets den Überblick über das Know-how im Unternehmen zu wahren.

In Kombination mit dem Seminarmanagement-Modul von Infoniqa können Präsenztrainings und E-Learning Module nicht nur von externen Anbietern, sondern sogar selbst erstellt und als Blended Learning angeboten werden.

E-Learning mit Infoniqa: Die Features auf einen Blick:
  • E-Learning
  • Blended Learning
  • Webseminare
  • Online-Kurse direkt aus dem Kursbuch abspielen
  • Micro-Learning: Kurze Lerneinheiten von wenigen Minuten
  • Mobiles Lernen per Smartphone

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E-Learning mit lern.link

Gegründet wurde lern.link von Guido Hornig, der seit 1999 im Bereich e-Learning-Forschung, Trainings- und Softwareentwicklung für Innovationen sorgt. Mit der iSpring Suite von lern.link lassen sich hausinterne PowerPoint Präsentation schnell und einfach in einen professionellen Trainingskurs umwandeln und für die unternehmenseigene Weiterbildung nutzen. Alle Folien können um Ton und Videos bereichert werden.

Auch interaktive Quizzes und Umfragen lassen sich per Knopfdruck hinzufügen. Ebenso sind Bildschirmaufzeichnungen direkt aus PowerPoint möglich. In dem Lernmanagement-System von lern.link lassen sich sämtliche  digitalen Lerninhalte bereitstellen.
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E-Learning mit easylearn schweiz

Die easylearn schweiz ag ist eine führende Schweizer Anbieterin von Lösungen im Bereich der digitalen Wissensvermittlung. Mehr als 500.000 User bilden sich mit easylearn weiter. Die Softwarelösung easylearn ist eine integrierte Anwendung für e-Learning und betriebliches Bildungsmanagement.

Die Lernplattform easylearn beinhaltet Funktionen für die digitale Wissensvermittlung und das Management von Lernkampagnen. easylearn-eduplan ist ein integrierter Bestandteil der easylearn-Software und dient der Steuerung und Abwicklung von klassischen Bildungsveranstaltungen mit Präsenzschulungen.

easylearn bietet über 50 fertige E-Learning-Kurse für die betriebliche Weiterbildung an. Auf Wunsch können sämtliche Standardkurse auf die spezifischen Bedürfnisse der Organisationen adaptiert werden. Die Themen reichen von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz über MS-Office-Schulungen bis hin zu spezifischen Themen wie Infektionsprävention in Gesundheitsorganisationen.
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E-Learning mit Haufe Semigator

Haufe Semigator betreibt als Teil der Haufe Group seit über zehn Jahren das größte anbieterübergreifende, unabhängige Buchungsportal in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Seminare, Tagungen und Kongresse. Haufe Semigator unterstützt Unternehmen mit einer integrierten Lösung dabei, ihre internen und externen Weiterbildungsprozesse effizient und transparent zu gestalten.

Haufe Mitarbeiter finden über Haufe Semigator sekundenschnell Seminare, Trainings und Coachings sowie Veranstaltungen von zahlreichen Anbietern. Die Lösung unterstützt Unternehmen in den folgenden Punkten:

  • Weiterbildungssuche und Buchung für Seminare aller Art
  • Freigabe- und Abrechnungsprozess
  • Administration aller Buchungsvorgänge
  • Reporting und Auswertung der Buchungsentwicklung
  • Kostenkontrolle und Budgetverwaltung

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E-Learning mit Coovi

Coovi ist die Multimedia Knowledge Management Plattform der Web Computing GmbH und macht jeden Mitarbeiter zum Broadcaster. Mit der Software lassen sich spielend leicht Filme, Clips und Slideshows für verschiedenste Anwendungsszenarien produzieren. Dabei erstellen Nutzer die Wissensbeiträge für verschiedene Zielgruppen völlig in Eigenregie.

Diese werden automatisch im Corporate Design erzeugt und stehen in mehreren Auflösungen und Formaten zur Verfügung. Veröffentlicht werden können sie in der Coovi-Plattform und/oder auf bestehenden Intranet- Seiten.

Die Wissensbeiträge können auf jedem Gerät genutzt werden. Die Plattform erlaubt den nahtlosen Umstieg von einem auf das andere Device. Nutzer können ein Training also zum Beispiel am Desktop-Arbeitsplatz beginnen und es später auf ihrem Tablet oder Smartphone fortsetzen.
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E-Learning mit Digifom

Digifom ist ein in Dortmund gegründetes Unternehmen, das bei Bedarf hochwertigen E-Learning Content für Unternehmen erstellt. Egal, ob interaktive Quizzes, Infografiken, Erklärvideos oder ganze Online-Kurse. Damit können Unternehmen gezielt zur Ausbildung und Weiterentwicklung von Talenten beitragen. Auch, wer eigene Inhalte erstellen und so das Wissen erfahrener Kollegen festhalten will, um es für andere Mitarbeiter nutzbar zu machen, ist mit der Lösung der Digifom gut beraten.
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